Die Zirbe



(Pinus Cembra) Familie: Pinaceae
Zirbelkiefer, auch Arve genannt

Die Zirbe ist eine typische Baumart des Hochgebirges. Sie ist in einer Seehöhe von 1400 - 2500 Meter zu finden. Eisige Winde, Frost und Schnee können ihr nichts anhaben, verträgt sie doch Temperaturen bis zu -43 °C. Sie ist immergrün und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 25 Meter. Nach 40 Jahren erreicht sie die Größe eines Menschen. Bis zum 100. Jahr erreichen Zirbenstämme kaum mehr als 20cm Durchmesser. Die Zirbe ist eine langsamwüchsige Baumart und kann ein sehr hohes Alter bis zu 1000 Jahren erreichen.
Als eine Besonderheit des Zirbenholzes gilt sein angenehmer Geruch. Aufgrund des hohen Harzgehaltes hält sich der Duft über Jahrzehnte und wehrt zugleich Insekten und Bakterien ab.

Mit Liebe zum Holz!
Nach dem Baumschnitt und dem Aufschneiden in Bretter müssen sich die Poren des Holzes schließen können, ansonsten "blutet" es in der Trockenkammer und bei zu hohen Temperaturen aus! Die Öle und Harze sollen nach dem Schnitt wieder Verbindung mit dem Holz aufnehmen können.
14 bis 15% Trockenheit genügen! Das heißt, die Bretter müssen unbedingt 8 Wochen luftgetrocknet werden, bevor sie in die Trockenkammer kommen. Dort muss die Temperatur sehr schonend sein, in etwa 60 Grad! Noch besser ist es, sie 2 bis 4 Jahre lufttrocknen zu lassen!!
Auf die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit reagiert die LUFTGETROCKNETE Zirbe kaum!! Luftgetrocknetes Holz ist auch in der gesundheitlichen Wirkung besser!
Wir haben uns aus der Zirbe Möbel gemacht, wo die Türen aus einem Stück und 50 cm breit sind. Es hat sich nichts verzogen! Früher hat man auch so gearbeitet und es gibt noch immer wunderschöne Werke in dieser Art! Es wurde das "Muster" aufgeblättert und da musste es aus einem Stück sein!!
Die Zirbe ist das leichteste einheimische Nadelholz und auch das ruhigste, da es so langsam wächst!
Von 9 000 bis 3 000 v. Christus war die Zirbe neben Lärche, Birke und Rotföhre die dominierende Baumart in den Alpenländern. Sedimente am Grund unserer Seen enthalten heute noch Lagen von Blütenpollen der Zirbe! Unsere nacheiszeitlichen Wälder im Alpenraum bestanden zu einem großen Teil aus Zirbe. Als die Temperaturen immer mehr anstiegen, zog sich die Zirbe in höhere Lagen zurück.

Verbreitet wird die Zirbe durch den Tannenhäher (Tschankel). Der Tschankel versteckt die Zirbennüsse in lockere Erde als Wintervorrat. Die vergessenen beginnen nach 2 bis 3 Jahren zu keimen. Die Zirbe ist durch eine lange Pfahlwurzel in der Erde verankert! Danach bilden sich Seiten- und Senkwurzeln, so kann sie den Stürmen Wiederstand leisten. Verliert der Tschankel beim Flug Zirbennüsse, so kommt hin und wieder auch eine Talzirbe zum Wachsen. Diese wird vom Volk Holzzirbe genannt, da sie kaum harzig ist und auch den gesundheitlichen Wert nicht hat. Durch das wenige Harz ist sie aber leichter zu verarbeiten. Außerdem wächst die Holzzirbe schneller und gerader!

Das Human Research Institut war in der Weltraumforschung tätig. Schlafmedizin steht im engen Zusammenhang mit der Raumfahrt. Chronobiologe Univ. Prof. Dr. Maximilian Moser wurde für die Erforschung biologischer Rhythmen für das österreichische-russische Weltraumprogramm AUSTRO - MIR vorgeschlagen. Es wurde entdeckt, dass das ideale Material für das Sensorgehäuse Holz ist! Es wurde auch der Schlaf der Kosmonauten untersucht und deren Gesundheitszustand berechnet. In Weiz in der Oststeiermark widmete sich das Institut der gewonnenen Forschungsergebnisse. Dort kam man auch auf die gesundheitliche Wirkung des Zirbenholzes!
Mit einem hochgenauen Herzratenmessgerät ausgestattet verbrachten einige Menschen zwölf Nächte in einem massiven Zirbenholzbett, sowie zwölf Nächte in einem Spanplattenbett. Das Ergebnis war, das sich jede Versuchsperson 3500 Herzschläge pro Nacht im Zirbenbett ersparte!

In einer Studie von 6500 Personen zwischen 1975 bis 1995 wurde herausgefunden, dass es weniger Sterbefälle bei Personen mit einer geringeren Herzfrequenz gab.

Um unsere Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten, benötigen wir das vegetative Nervensystem, den Parasympathikus, kurz Vagus genannt, der auch das Herz versorgt! Er ermöglicht Erholung, Regeneration und unterstützt Selbstheilungsvorgänge. Er kann auch Entzündungen im Körper löschen! So wird er durch die neuen Forschungen auch "Gesundheitsnerv" genannt, denn er wird im Zirbenbett aktiviert! Das Nervensystem nimmt Einfluss auf unsere Herztätigkeit, Blutdruck, Atemfrequenz, Magen- Darmmotorik, Blasenentleerung und Sexualfunktion.

In dieser Studie wurde auch der Beweis erbracht, dass die vagusaktivierende Wirkung des Zirbenholzes vom ätherischen Zirbenöl verursacht wird. Gegen Schädlinge entwickeln ja Pflanzen und Bäume ätherische Öle! So ist es wie "Antibiotika" zu verstehen.

Ein Lichtlabor in Tirol hat eine weitere Wirkung des Zirbenholzes festgestellt. Es gibt Lichtquellen im Körper, die das Melatonin schonen und solche die die Erzeugung des Melatonins stoppen! Melatonin ist ein wichtiges Hormon in der Regulation des Wach-Schlaf-Zyklus. Unter natürlichen Lichtbedingungen steigt am Abend die Melatoninproduktion an und erreicht in der Mitte der Nacht, etwa um 2 - 3 Uhr morgens, ein Maximum. Melatonin ist das stärkste Antioxidans im Körper und schützt unsere Zellen vor frühzeitiger Alterung. Zwischen 22 Uhr und 1 Uhr nachts erzeugt unser Immunsystem radikalen Sauerstoff zur Immunabwehr. Nach getaner Arbeit bindet Melatonin den radikalen Sauerstoff und macht ihn unschädlich. Ist zu wenig Melatonin vorhanden, bleibt radikaler Sauerstoff im Gewebe. Wer lange jung bleiben möchte, sollte früh schlafen gehen um die Melatoninproduktion zu unterstützen. Auch die Qualität des Lichtes spielt dabei eine entscheidende Rolle. Blaues und grünes Licht haben eine stark hemmende Wirkung auf die Zirbeldrüse, die für die Melatoninproduktion verantwortlich ist. Gelbes und rötliches Licht stören nicht! Zirbenholz hat eine gelblich-rötliche Farbe, ähnlich dem Lagerfeuer und "schluckt" den vorhandenen Blauanteil!! Auch das trägt zur Gesundheit und Erholung bei!

Verwenden sie für ihr Zirbenbett die beste Qualität des Holzes. Schonend LUFTGETROCKNETES und zum richtigen Zeitpunkt geschlägertes Holz ist zu empfehlen! Anfang Dezember ist es sehr gut, da es da am wenigsten arbeitet und in die Winterruhe geht. So geschlägertes Holz trocknet schnell und wird nicht von Insekten befallen. Das gehobelte, nicht lackierte oder geölte Holz fühlt sich seidiger an als jedes andere Holz! Es wurde auch eine extrem gute Abschirmung von Mikrowellenstrahlung, wie sie bei Mobilfunk verwendet wird, festgestellt! Sogar besser als bei Stahlbeton! In Japan steht das älteste Holzhaus und ist 1600 Jahre alt.

Die Nadeln der Zirbe sind in Fünfer Büscheln am Ast. Sie sind weich und biegsam und werden 5-11cm lang. Sie sind durch eine Wachsschicht vor Austrocknung geschützt. Die Harzkanäle am Rand der Nadeln enthalten Pinosylvin, ein duftendes ätherisches Öl, das auch antibakteriell wirkt. Es gibt eben Bakterien und Pilzen keine Chance.

Völlig neu und erstmals aus dem steirischen Zirbenland wurde im Herbst 2002 das Zirbenduftöl erzeugt, geprüft und geschützt, aus Zweigen von über 1400 Meter Seehöhe nachhaltig wachsenden Zirbenbäumen unterhalb des Zirbitzkogels, in sorgfältiger Handarbeit geerntet und verarbeitet. 1 Tropfen verströmt den unverwechselbaren Duft nach Zirbe, Natur und Erholung. Das ätherische Öl wird aus frischen Nadeln und Zweigen durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Für einen Liter Öl braucht man 100 Kg frische Zweige und Nadeln! In einer Chronik wurde die Zirbelkiefer bereits um 1585 als sehr begehrt beschrieben. Zöttl berichtet 1831 im "Handbuch der Forstwirtschaft im Hochgebirge" darüber, man kann Zirbenöl zur Inhalation bei Erkältungen anwenden. Zirbenöl wurde früher auch in Getreidemühlen zur Abwehr von Mehlmotten und Kornkäfern eingesetzt.

Zirbenöl wirkt durchblutungsfördernd und anregend auf den ganzen Organismus. Zum Einreiben ist eine Verdünnung erforderlich, da es sich um ein unverdünntes ätherisches Zirbenöl handelt (mit Olivenöl im Verhältnis 1:25).

Als Badezusatz hilft es wohltuend, beruhigend und schlaffördernd (l 0-15 Tropfen auf ein Vollbad und mit etwas Milch oder Salz vermischen). Angenehm wirkt das Zirbenöl natürlich auch bei Saunaaufgüssen. Gerne wird es auch als "Raumspray" (antibakterielle Wirkung!) verwendet.

Mit ca. 40 Jahren trägt der Baum erstmalig Zapfen (Tschurtschen). Die violetten Blütenzapfen sind kurz gestielt und werden 5-9cm lang. Aus diesen wird ein herrlich schmeckender Schnaps angesetzt.

Zirbenholzschneidebretter ölen sich selber nach und die Schnitte werden durch die Öle wieder geschlossen. Natürlich bleiben die Bretter nicht ewig neu! Sie sind auch antibakteriell und pilzhemmend.

Zirbenkissen und Öl ist eine gute Alternative zum Zirbenbett! Nicht schlafen auf den Kissen, sondern nur im Kopfbereich aufstellen und ein- bis zweimal die Woche mit ca. 4 Tropfen beträufeln, es geht um das Einatmen der ätherischen Öle! Die Flocken der Zirbe im Zirbenkissen gehen mit dem Öl wieder eine Verbindung ein und geben das Öl langsam über Tage wieder ab!

Im Zirbenbett schlafen sie auch nicht auf dem Holz, sonder wie gesagt, es geht um das Einatmen der ätherischen Öle!!



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